
Die Filme
Hunderte, wenn nicht gar tausende von Menschen waren an den Verfilmungen von Astrid Lindgrens Büchern beteiligt, aber neben der Autorin haben vor allen Dingen der Produzent Olle Nordemar und der Regisseur Olle Hellbom entscheidend zu den Ergebnissen beigetragen. Die kreative Zusammenarbeit zwischen Astrid Lindgren und Olle Hellbom war einzig in ihrer Art. Auf ihr gemeinsames Konto gehen siebzehn Filme und Fernsehserien. Als er 1982 an Krebs starb, schrieb sie das Folgende über ihren geliebten Regisseur.
“Ollebom wurde er genannt. Nach Ollebom hat man gefragt, wenn man etwas von ihm wollte, und das wollte man oft. In Wirklichkeit hieß er ja Olle Hellbom. Für viele ist dieser Name mit einem erfahrenen und geschickten Fachmann und Filmschaffenden verknüpft. Für mich steht er für einen guten und klugen und treuen, ganz und gar unersetzlichen Freund.
Wenn jemand stirbt und seinen Platz zwischen den Menschen verlässt, entsteht eine Lücke, die sich mit der Zeit wieder füllt und nicht mehr auffällt. Aber wie soll jemals die jähe Lücke nach Ollebom wieder gefüllt werden? Wir sind viele, die sich das heute fragen.
Er war ein bemerkenswerter Mann, aber es war, als ob er sich dessen selbst gar nicht bewusst war. Einem so wenig ichbezogenen Menschen wie ihm bin ich nie begegnet. Er war ganz unprätentios, völlig anspruchslos, was seine eigenen Leistungen betraf, aber jederzeit bereit, andere zu loben. »Glänzend«, sagte er, wenn man ihm das Ergebnis einer Arbeit vorlegte. Das war sein Lieblingswort, und da ging man dann und fühlte sich glänzend. Bis man irgendwann einsah, dass, wenn überhaupt jemand es verdiente, so genannt zu werden, dann Olle. Mit seiner schöpferischen Gabe, seinem Erfindungsreichtum, seinen Kenntnissen, seinem guten Urteilsvermögen, seiner Klugheit und seinem Humor. Darüberhinaus war er ein guter Mensch, und das ist noch besser.”